Volleys ohne Fortune

Biedenkopf-Wetter Volleys - Eintracht Frankfurt 2:3 (16:25, 23:25, 25:23, 28:26,10:15)


Gegenüber dem Spielgeschehen im letzten Heimspiel 2019 der Biedenkopf Wetter Volleys gegen Eintracht Frankfurt wirkt eine Tatortfolge wie eine müde Gute Nacht Geschichte. Beide Teams lieferten sich ein Volleyballspiel mit vielen langen, von spektakulären Abwehraktionen gekennzeichnete Ballwechsel. Am Ende hatten die Volleys nur den einen Punkt für das Erreichen des Tie Breaks in der Tasche und die Mainstädterinnen den Sieg.

Der Start ins Spiel verlief wie der Start in ein Training der Volleys. Sichere Ballkontrolle und Fehler vermeiden, gelang ihnen ohne Probleme. Die erfahrenen Frankfurterinnen ließen sich auf dieses Sicherheitsspiel nicht ein und nutzten gleich jede Gelegenheit zum Punkten und brachten den 1. Satz klar nach Hause. Im 2. Durchgang schalteten auch die Volleys in den Wettkampfmodus. Allerdings reichte ihnen eine 19:14 Führung nicht für den Satzgewinn. Zwei Aufschlagasse Frankfurts verunsicherten den Spielaufbau nachhaltig und die Volleys hatten auch im 2. Satz wenn auch denkbar knapp mit 23:25 das Nachsehen.

Nun war keine Zeit mehr für vorsichtiges agieren. Die Volleys spielten von Beginn an mutig im Aufschlag und Angriff. Franziska Linker, diesmal auf der Annahme/Außenposition spielend suchte mit harten Angriffen erfolgreich aus allen Lagen Zugriff zu bekommen und holte schnell eine 7:4 Führung heraus. Die Frankfurterinnen ließen aber in keiner Phase locker und nutzen jeden präzisen 1.Ballkontakt zu schnellen Angriffen über die Mittelposition und erspielten ihrerseits die 21:18 Führung. Ein Aufschlagass von Lilli Kreutz leitete die Wende in der Endphase dieses Satzes ein. Die unermüdlich abwehrende Libera Judith Weimer eröffnete dazu zahlreiche Chancen im Gegenangriff zu Punkten. Leonie Sauerwald und Luisa Papritz griffen beherzt an und halten mit einem 25:23 Satzgewinn das Spiel offen.

Nun schlug das Spiel in einen offen Schlagabtausch um. Beide Teams spielten mit offenem Visier und gaben keinen Ball auf und schenkten ihren Gegenüber am Netz auch keine Punkte durch Eigenfehler. Am Satzende hatten die Frankfurterinnen beim Spielstand von 26:25 gar ihren ersten Matchball in den Händen. Aber die Volleys belohnten ihre gute Feldabwehrarbeit mit drei erfolgreichen Angriffsaktionen und zogen mit einem 28:26 Satzgewinn in den Tie Break.

Das Spielgeschehen forderte von den jungen Volleys allerdings zu viel Tribut. Beim Spielstand von noch 6:4 ginge ihnen die Puste aus. Frankfurt zog mit 6:9 an ihnen vorbei. Die Volleys kämpften sich wieder heran und riskierten alles, allerdings ohne Erfolg. Schließlich waren es drei Angriffe der Volleys in Folge die nicht ins Ziel trafen und Frankfurt mit 13:9 in die Matchballnähe brachten und den sie sich auch nicht mehr nehmen ließen.