Biedenkopf-Wetter zeigt großes Kämpferherz

Biedenkopf-Wetter Volleys- TSG Bretzenheim: 3:2 (28:26, 22:25, 15:25, 27:25, 15:13)


Die Biedenkopf Wetter Volleys zeigen gegen den letztjährigen Regionalligameister die beste Saisonleistung und großes Kämpferherz.

Dabei waren die Bedingungen alles andere als optimal. Nach dem sich in der Trainingswoche abzeichnete, dass beide etatmäßigen Zuspielerinnen verletzungsbedingt ausfallen werden, bereitete sich Außenangreiferin Niele Hauf auf diese Aufgabe vor und löste sie schließlich im Spiel souverän.

Dem Team um Mannschaftsführerin Leonie Sauerwald war klar, dass die Abteilung Angriff gegen Mainz mehr Verantwortung übernehmen muss. Der Spielaufbau der Volleys war situationsbedingt einfacher als gewohnt und eher gekennzeichnet durch hohe Zuspiele auf allen Positionen. Zwangsläufig konnte die TSG Bretzenheim problemlos im Doppelblock agieren und ihre Feldabwehr frühzeitig ausrichten. Aber den Volleys gelang es, ihre Athletik auszunutzen und sie setzten der Mainzer Erfahrung einen Mix aus harten Angriffsschlägen und platzierten Bällen entgegen, dabei hielten sie die Eigenfehlerquote extrem niedrig.

Der 28:26 Satzgewinn der Volleys zum Spielauftakt tat seine positive Wirkung auf das Selbstbewusstsein der Volleys. Nadine Gradl überzeugte zunehmend im Angriff über die Mittelposition und Franziska Linker entwickelte auf der Diagonalen viel Angriffsdruck und bereitete den Mainzerinnen viel Mühe. Hinzu kam, dass die Volleys keinen Ball leicht hergaben und Libera Judith Weimer mit tollen Abwehraktionen die Grundlage für den Aufbau zahlreicher Gegenangriffe legte. Kein Team konnte wirklich auf einen Fehler der Gegner hoffen und so konnte der Schlagabtausch im zweiten Satz bei 22:22 durch drei Angriffe der Mainzerinnen entschieden werden.

In Satz 3 schlichen sich auf Seiten der Volleys zunehmend Fehler in Angriff und Aufschlag ein, so dass die Mainzerinnen Punkt um Punkt davoneilen konnten. Kurze Aufschlagserien der Gäste führten bereits in der Satzmitte zu einem 10:17 Rückstand, der bis zum Satzende nicht aufgeholt werden konnte.

Doch die Volleys schüttelten sich kurz, konzentrierten sich wieder auf ihre Stärken und starteten mit einer 6:3-Führung in Durchgang 4. Dann aber schien eine 11-Punkte-Serie der Gegner den Gastgeberinnen einen Strich durch die Rechnung zu machen – ohne einen Punktgewinn lag man plötzlich mit 14:6 hinten. Jetzt zeigten die Volleys Moral und Kampfgeist, agierten erfolgreich auf allen Positionen im Angriff und hatten sich bis in die Satzendphase wieder herangespielt um verdient mit einem 27:25-Satzgewinn den Tie-break zu erzwingen.

Im Entscheidungssatz zeigten die Volleys alles was Trainer Volkmar Hauf im Training und Wettkampf von seiner jungen Mannschaft stets einfordert. In allen Aktionen mutig agieren und heiß darauf sein die Verantwortung zu übernehmen. Ein Schlagabtausch auf Augenhöhe entwickelte sich, bevor ein Ass von Niele Hauf und ein wuchtiger Angriff von der jüngsten Spielerin Luisa Papritz den umjubelten Matchball zum 15:13 Satzgewinn perfekt machten.